Was ist Mechatronik?

Mechatronik (Mechanical und Electronic Engineering) beschäftigt sich mit der Zusammenführung und dem Zusammenwirken mechanischer, elektronischer und auch informationstechnologischer Systeme.

Die Anforderungen an technische Produkte steigen, die einzelnen Komponenten müssen immer intelligenter werden und sind für ihre Anwendung zu optimieren. Auch neue und immer speziellere Werkstoffe werden bei der Fertigung verwendet. Die traditionellen Disziplinen Maschinenbau (Mechanik), Elektronik und Informatik können nicht mehr getrennt angewandt werden, sondern müssen in ihrer Anwendung zusammenwirken.


Die Ausbildung

Nach einer Grundausbildung in Maschinenbau und Elektronik, als theoretische und praktische Basis, werden Bauteile, Geräte und Maschinen entwickelt, bei denen mechanische und elektronische Komponenten zusammenwirken. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Verwendung unterschiedlicher Materialien (vor allem von Kunststoff) gelegt.

Mechatronik-Ingenieure bzw. -Ingenieurinnen sollen Übersicht und Systemverständnis besitzen und mit Spezialisten und Spezialistinnen aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik zusammenarbeiten. Im Unterschied zu diesen gelten sie als Generalisten, die Projekte und Probleme fachübergreifend und koordinierend angehen.


Laborunterricht und Teamarbeit

Zusätzlich zum theoretischen  Unterricht bietet die HTL Wolfsberg in alle Fachrichtungen eine vertiefende Ausbildung in den Labors. Weiters werden Team- und  Kommunikationsfähigkeit sowie das Erlernen einer lebenden Fremdsprache gefördert.


Praxisbezug

Im 5. Jahrgang besteht die Möglichkeit Praxisluft zu schnuppern. Im Rahmen der Diplomarbeit arbeiten die Projektteams an  praxisorientierten Aufgabenstellungen in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft.

Weiters sind 8 Wochen Pflichtpraktikum in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den 5. Jahrgang vorgeschrieben.


Abschluss

Die Ausbildung schließt mit der Reife- und  Diplomprüfung ab. Nach einer facheinschlägigen Praxis von 3 Jahren kann der Ingenieurtitel angestrebt werden. Nach der fünfjährigen Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule zu absolvieren oder sofort in das Berufsleben  einzusteigen.


Zukunftsperspektiven

Für folgende Tätigkeitsfelder sind AbsolventInnen dieser Fachrichtung bestens ausgebildet:

- Entwickeln von Geräten, Maschinen bei denen die Maschinenbauteile und Elektronikteile zusammenwirken und die Funktion optimieren
- Konstruieren der dazugehörigen Maschinenbaukomponenten (z.B. Getriebe)
- Entwickeln, Simulieren und Fertigen der entsprechenden Steuerplatinen
- Programmieren der Steuerungsabläufe
- Design, Konstruktion und Fertigen von Kunststoffenteilen
- Konzipieren von Belastungstests

 

   Stundentafel (Stand 2012)

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